
Hören Sie auf, zu raten – ob Ihre Teile wirklich vollständig ausgehärtet sind.
Betrachten Sie den Zeitnehmer für den Aushärtungsprozess als mehr als nur ein Stoppuhr. Es handelt sich dabei um eine Art „Auge“ im Ofen. In einer modernen Beschichtungsanlage, die im Grunde genommen selbstständig arbeiten kann, sind diese Geräte das Herzstück des gesamten Prozesses. Sie zeigen Ihnen die Wahrheit: Führt der Ofen seine Aufgabe wirklich aus – oder versenden Sie versehentlich Teile, die noch nicht vollständig ausgehärtet sind?
Den idealen Zeitpunkt finden
Der Aushärtungsprozess hängt von der Zeitablaufsteuerung ab. Wenn das Teil zu schnell erhitzt wird, entsteht eine unerwünschte Orangenhaut-Struktur. Ist die Erhitzung zu langsam, dann wird das Pulver nicht richtig vernetzt – und die Beschichtung ist nutzlos.
Wir nutzen diese Geräte, um die „Zeit-Temperatur-Kurve“ zu ermitteln. Durch das Anbringen von Sensoren direkt am Werkstück können Sie genau erkennen, in welchem Moment das Metall die gewünschte Temperatur erreicht und wie lange es dort bleibt, bevor es wieder abkühlt.
Die Maschine soll sich um alles kümmern
Die alte Methode – manuelle Datenerfassung – ist äußerst umständlich. Wir haben uns davon befreit, indem wir diese Geräte direkt mit dem PLC verbinden.
Das ist wichtig: Wenn eine Heizelemente versagt oder die Transportbahn Fehler macht und schneller läuft, erkennt das Gerät sofort einen Ausfall im Aushärtungsprozess. Das System gibt einen Fehler an – und Sie wissen genau, was falsch ist. Kein Raten mehr nötig. Die Maschine teilt Ihnen einfach mit, dass die Wärmedichte gesunken ist.
Der schwierige Teil: Sensorverzögerung
Es gibt jedoch einen Haken: Der Sensor selbst hat Masse. Ein großer Thermoelement kann wie eine Wärmequelle fungieren – dadurch kann die angezeigte Temperatur etwas anders sein als die Temperatur auf der Oberfläche des Teils. Wir kalibrieren die Geräte entsprechend, damit die Daten tatsächlich über den chemischen Prozess im Pulver Auskunft geben.
Ein weiterer Tipp: Kaufen Sie keine billigen Kabel. Wenn Sie diese Geräte in einer Hochgeschwindigkeitsanlage einsetzen, benötigen Sie abgeschirmte Kabel. Andernfalls führen die elektromagnetischen Störungen der Heizelemente dazu, dass die Daten unbrauchbar werden. Wenn die Kabel richtig gewählt sind, funktioniert Ihre Qualitätskontrolle praktisch automatisch.